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Neue Konzepte für das Management verteilter Systeme, Hauptseminar, LMU München WS 00/01
7. Management-Perspektiven
7.1.
Manage ment von Komponentenservern
· Administration von Komponentenservern: Für die Verwaltung von Kompo-
nentenservern wird Spezialwissen erforderlich sein sowie möglicherweise
auch Spezialsoftware. Hierbei könnte unter anderem die Versions-Verwaltung
von Komponenten eine wichtige Rolle spielen. Heute ist dieses Problem noch
nicht so akut, da Anwendungen typischerweise alle benötigten Komponenten
selbst mitbringen und sich (zumindest bei EJB) mit den Komponenten anderer
Anwendungen nicht ins Gehege kommen. Konflikte könnte es allerdings (bei
EJB) im JNDI-Namensraum der Komponenten geben.
· Management von Komplettlösungen: Wenn der Komponentenserver zur
Standard-Infrastruktur für Unternehmenssoftware wird, könnte die Integrati-
on mit dem Management anderer Bereiche interessant werden.
· Management von Komponenten: Durch die Komponenten-Architektur bietet
es sich an, standardisierte Management-Schnittstellen zu Komponenten oder
ganzen Anwendungen einzuführen. Eine manage-bare Komponente
bräuchte neben ihren anderen Schnittstellen nur die entsprechende Manage-
ment-Schnittstelle zur Verfügung zu stellen oder als Publisher von Mana-
gement-Ereignissen aufzutreten.
7.2.
Manage ment durch Komponentenserver
Management-Anwendungen können single points of failure vermeiden, wenn
sie selbst einen hohen Verteilungsgrad besitzen. Z.B. kann eine Management-
Anwendung verteilte Komponenten besitzen, die mit der Durchsetzung einzelner
Policies beauftragt sind. Fällt die zentrale Management-Anwendung aus, ist die Um-
setzung der einzelnen Policies vor Ort weiterhin gewährleistet.
· Bestehende
Komponenten-Architekturen
nutzen:
Management-
Anwendungen können z.B. mit EJB, CCM oder COM+ gebaut werden (wobei
COM+ im Umfeld heterogener Maschinen nicht die beste Wahl wäre.)
· Management-spezifische Komponenten-Architekturen entwerfen: Ein An-
satz in Java ist die Federated Management Architecture (FMA) von Sun. Diese
soll im nächsten Abschnitt vorgestellt werden.
Teil 3
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