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Neue Konzepte für das Management verteilter Systeme, Hauptseminar, LMU München WS 00/01
2. Middleware
2.1.
Grundlagen
Die Laufzeitumgebung lokaler Komponenten ist z.B. durch das Betriebssystem
des Rechners gegeben, auf dem sie laufen. Verteilte Komponenten laufen auf einer
abstrakten Maschine, dem verteilten System. Ihre Laufzeitumgebung ist die Middle-
ware.
Middleware stellt die Dienste und Ressourcen bereit, die von verteilten Anwen-
dungen typischerweise benötigt werden. Ich finde es naheliegend, Middleware als
Betriebssystem für verteilte Anwendungen zu betrachten.
Der Begriff Middleware kommt von der Vorstellung einer Softwareschicht zwi-
schen Netzwerk- und Anwendungsebene (siehe Abb.).1 Sie leistet unter anderem die
Abbildung getrennter Maschinen auf ein (einzelnes) verteiltes System.
Middleware kann unterschiedlich anwendungsspezifisch sein. Low-Level-
Dienste sind z.B.
· Namensdienst (Directory Service)
· Nachrichtendienst (Message Queue)
· Remote Procedure Call (RPC), Prozedur-Aufruf-Dienst
· Object Request Broker (ORB), Objekt-Aufruf-Dienst
Ein High-Level-Dienst ist der
· Transaktionsdienst.
Da verteilte Anwendungen Bedarf für eine Vielzahl dieser Dienste haben, haben sich
integrierte Ansätze gebildet:
-
Anwendungsserver (Application server). Als theoretisches Konzept ist der
Anwendungsserver die zweite Stufe der 3-Tier-Architecture (1. Datenspeiche-
1
Wie der Begriff Software-Komponente ist nach meiner Recherche auch Middleware nicht exakt definiert,
dies geht z.B. hervor aus [TIS00]. Ich verwende den Begriff hier so, wie es mir fü r den Aufbau des Vortrags
gü nstig erscheint.
Anwendung 1
Anwendung 2
APIs
Middleware
Plattform 1
OS 1
Plattform 2
OS 2
Abbildung 2: Middleware
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